"Gut Essen macht stark: Mehr gesund-heitliche Chancengleichheit im Quartier"

Modellprojekt des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Im Rahmen der Ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt – Nachbarschaft stärken, Miteinander im Quartier“ fördert das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das Projekt „Gut Essen macht stark: Mehr gesundheitliche Chancengleichheit im Quartier“. In bundesweit 300 Kitas sowie 175 Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen werden Beratungs- und Bildungsmaßnahmen gefördert, die zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen beitragen sollen.

Neben dem Elternhaus prägen Kitas und Schulen als institutionelle Bildungseinrichtungen das Ess- und Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen, da immer mehr Kinder und Jugendliche Ganztagseinrichtungen besuchen und dort bis zu drei Mahlzeiten täglich essen. Kitas und Schulen haben damit die große Chance, nicht nur gesundheitsfördernde Speisen und Getränke anzubieten, sondern auch die Basiskompetenzen zur Ernährungsbildung zu vermitteln. Sie leisten so einen erheblichen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und gesundheitlicher Chancengleichheit.

Durch Beratungen der Verbraucherzentralen unterstützt das Projekt Kitas in den Bereichen “Verbesserung des Verpflegungsangebots“ sowie „Ernährungsbildung und Stärkung der Elternkommunikation“. Es soll einen Beitrag leisten zur Gesundheitsförderung und zu mehr Integration und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien und/oder mit Migrationshintergrund an der Gemeinschaftsverpflegung und an Ernährungsbildungsaktionen.

Durch das individuelle Beratungsangebot werden die Kitas gezielt auf ihrem Weg unterstützt, das Thema Essen und Trinken in ihrem Bildungs- und Erziehungsprozess zu integrieren. Alle Aktivitäten sind mit dem Ziel verbunden, das Verpflegungsangebot zu optimieren und Ernährungsbildung im Kita-Alltag zu leben.

Gleichzeitig hat die Verbraucherzentrale ein interaktives Lernangebot für Schulen entwickelt. Mit der Ess-Kult-Tour sollen Jugendliche angeregt werden über ihr Kauf- und Essverhalten nachzudenken, Werbebotschaften zu durchschauen und Lebensmittel kritischer zu beurteilen.

In den Schulen und in außerschulischen Bildungseinrichtungen wird die „Ess-Kult-Tour“ mit den Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse durchgeführt. Die „Ess-Kult-Tour“ knüpft an die Lebenswelt der Jugendlichen an, vermittelt praxisnahes Alltagswissen und stärkt die Konsumkompetenz der Schüler/-innen.

Mit ihren sechs Lernstationen ist die „Ess-Kult-Tour“ handlungsorientiert konzipiert. Sie richtet sich an Schulen mit Sekundarstufe I und II, Berufskollegs und Berufsschulen sowie private Bildungseinrichtungen in den Quartieren. Durch den flexiblen Einsatz der einzelnen Stationen, mit variablen Aufgabenstellungen, kann das Niveau der Zielgruppe angepasst werden. Jede Station ist thematisch in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den weiteren Stationen bearbeitet werden. Zur Auswertung der Ergebnisse der einzelnen Stationen stehen den Schülern sowohl die Lehrkraft als auch eine Ernährungsfachkraft der Verbraucherzentrale zur Seite.

Im Projektzeitraum 2019 bis 2024 werden zahlreiche Interventionen der Verbraucherzentralen in den Lebenswelten Kita sowie Schule und außerschulischen Bildungseinrichtungen in allen Bundesländern angestrebt.

Gemeinsam mit

Modellprojekte

folgt