Lage
- Trier-West und Trier-Ehrang
Einwohner*innen
- Trier-West: 1.000 Menschen
- Treier-Ehrang: 8.800 Menschen
Merkmale
Sowohl Trier-Ehrang als auch Trier-West weisen einen erhöhten Grad der sozialen Belastungen auf. In Trier-Ehrang beträgt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ca. 6,6 Prozent, in Trier-West leben ca. 1.465 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.
Im Stadtteil Trier-West haben die Bewohner*innen mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. Die Zahl der Alleinerziehenden ist überdurchschnittlich hoch, viele Menschen leben im SGB II Bezug. Große Brachflächen durch den Rückzug der Bahn, leerstehende Kasernen und gewerbliche Flächen sowie ein ruinöser Wohnungsbestand zeichneten den Stadtteil aus. Eine Folge: der Abzug der jungen „mobilen“ Altersgruppe.
Trier-Ehrang ist der drittgrößte Stadtteil Triers. Der Arbeitslosenanteil lag bei 5,6 Prozent. Das Stadtbild war/ist geprägt durch Leerstände sowohl in der Einzelhandelsstruktur als auch im Bereich der Wohnungsnutzung. Ein Modernisierungsstau und alte Bausubstanzen hatten einen negativen Einfluss auf den Stadtteil. Das Bürgerhaus ist zu einem wichtigen Teil des Stadtteillebens geworden und wird sowohl von Bewohner*innen als auch Vereinen, dem Jobcenter, dem Jugendtreff für Veranstaltungen genutzt.
Beide Stadtteile waren durch die Flutkatastrophe 2021 sehr in Mitleidenschaft gezogen. Viele Menschen mussten evakuiert werden. Besonders in Trier-Ehrang trat die Kyll großflächig über die Ufer. Viele Menschen verloren für lange Zeit ihr Zuhause, die Infrastruktur lag zeitweise brach.
Laufzeit
Maßnahmen im Quartier
Netzwerkarbeit
Um eine möglichst große Anzahl an Akteuren im Quartier für eine mögliche Zusammenarbeit erreichen zu können, wurde das Projekt „Gut essen macht stark“ an den Runden Tischen in beiden Quartieren vorgestellt und in den Newslettern, usw. der Quartiere beworben. Durch die regelmäßige Teilnahme am Runden Tisch im Quartier Trier-Ehrang konnten gemeinsame Aktionen geplant und umgesetzt werden. Beim Straßenfest Trier-Ehrang im Mai 2023 wurde an einem Stand das Projekt vorgestellt und spielerisch das Thema Nachhaltigkeit in der Ernährung mit interessierten Besucher*innen bearbeitet.
Ernährungsbildung
In Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst im Quartier Trier wurde der Workshop "Check dein Essen!" durchgeführt.
2019 wurde das Projekt „Gut essen macht stark“ in der katholischen Kita St. Simeon in Trier-West durch die damalige Bundesministerin Julia Klöckner in Rheinland-Pfalz gestartet. Sowohl die Kita St. Simeon als auch die Kita Maria Königin wurden im darauffolgenden Jahr mit Angeboten der Verbraucherzentrale im Bereich der Ernährungsbildung unterstützt.
Link
Ansprechpartnerin
Dagmar Pfeffer
Verbraucherzentrale RLP e. V.
Fackelstraße 22
67655 Kaiserslautern
Telefon: 0631 36 09 – 152
E-Mail: pfeffer@vz-rlp.de