Jugendmigrationsdienst im Quartier in Wernigerode

Lage

Wernigerode, Stadtfeld

Einwohnerinnen und Einwohner

  • 4.100

Merkmale

Die Bewohnerinnen- und Bewohnerstruktur im Quartier Stadtfeld in Wernigerode ist sehr heterogen, hier wohnen junge Menschen, Familien und Seniorinnen und Senioren. In keinem anderen Wohngebiet der Stadt Wernigerode leben gleichzeitig so viele junge und ältere Menschen zusammen. Zudem hat Stadtfeld im gesamtstädtischen Vergleich mit 26,2 Prozent den höchsten Anteil an Personen in ALG II Bedarfsgemeinschaften (Wernigerode 9,6 Prozent). 

Durch das Bundesprogramm „Soziale Stadt“ hat sich das Stadtfeld seit 2011 sehr positiv entwickelt. Es wurden zahlreiche bauliche Maßnahmen vorgenommen und das soziale Zusammenleben im Quartier hat sich deutlich verbessert. Für junge Menschen mit Migrationshintergrund gibt es allerdings wenig Angebote im Quartier. Weiterhin mangelt es zudem an Orten der Begegnung, einem Quartierszentrum, einem sozialen Mittelpunkt und Angeboten einer interkulturellen Öffnung beziehungsweise Sensibilisierung.

Laufzeit

Juli 2017 bis Dezember 2021

Maßnahmen des JMD im Quartier

Ein zentrales Anliegen, das im Rahmen der Arbeit des JMD im Quartier in Wernigerode erarbeitet werden soll, ist der Aufbau von spezialisierten und bedarfsgerechten Angeboten für junge Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Schaffung eines Ortes der Begegnung. Es soll damit ermöglicht werden, die Partizipationsmöglichkeiten zu erhöhen sowie das Gefühl der Dazugehörigkeit zu stärken. Vorurteile und Missstände, die sich aufgrund des fehlenden Austausches zwischen den Bewohnergruppen entwickelt haben, sollen abgebaut werden. Integrationsunterstützende Maßnahmen in Form von Mikroprojekten sollen daran angeschlossen werden.

Langfristig gilt es, folgende Zielformulierungen anzustreben:

  • Die Bewohnerinnen und Bewohner beteiligen sich aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes und werden in ihren Partizipationsbemühungen unterstützt
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren sich in positiver Weise mit ihrem Wohnumfeld
  • Es gibt eine Vielzahl von Angeboten in Stadtfeld. Spezielle Angebote für Migrantinnen und Migranten sind niedrigschwellig ausgerichtet
  • Die Lebenssituation vieler Bewohnerinnen und Bewohner hat sich durch eine Erweiterung der Angebote vor Ort und der Veränderungen im Wohnumfeld verbessert
  • Das soziale Zusammenleben verschiedener Bewohnergruppen hat sich positiv entwickelt

Um diese Ziele zu erreichen wird aktuell eine Bedarfsanalyse erarbeitet. Auf dieser Grundlage werden Mikroprojekte gemeinsam mit verschiedenen Akteuren vor Ort und mit verschiedenen Zielgruppen initiiert. Begleitet wird die Arbeit im Modellprojekt durch Öffentlichkeitsarbeit und enge Netzwerkarbeit.

Mikroprojekte 2018/2019:

  • Mutter-Kind-Deutsch
  • Deutsch lernen für Familien
  • Bau von Paletten Möbeln für das Jugendcenter
  • Genuss verbindet – interkulturelle Kochreihe
  • Mitmachkonzert – Instrumente aus aller Welt kennen lernen
  • Anders leben in Deutschland? Seminarreihe für junge Migrantinnen
  • Auf die Bühne! – Theaterpädagogik zum Zusammenführen von Kulturen
  • Frühjahrsputz im Quartier
  • Blühwiesen – einheimischen Pflanzen ein „zu Hause“ geben
  • Kicker Stars – Fußball für Geflüchtete
  • Freie Fahrt im Skaterpark
  • Essbare Hinterhöfe
  • u.v.m.

Ansprechpartner

Samir Sido
Jugendmigrationsdienst Wernigerode
Internationaler Bund
Feldstraße 7a, 38855 Wernigerode

Im Modellprojekt:
Ernst-Pörner-Str. 6, 38855 Wernigerode