Jugendmigrationsdienst in Peine

Lage

Peine, Südstadt

Einwohnerinnen und Einwohner

  • 6.795

Merkmale

Das Quartier Peine Südstadt gilt als städtisches Wohnviertel mit sehr heterogener Bebauung. Neben sanierungsbedürftigen Mehrfamilienhäusern aus der Gründerzeit prägen mehrgeschossige Hochhäuser der 1970er Jahre sowie Industrie- (zum Beispiel Stahlwerk), Gewerbe- und Brachflächen den Stadtteil. Hier leben circa 16 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt Peine. Im erweiterten Sanierungsgebiet (circa 2.400 Bewohnerinnen und Bewohner) besitzen rund 60 Prozent keinen deutschen Pass. Trotz des hohen Anteils an Menschen mit Migrationshintergrund vor Ort bestehen nur wenige Kontakte zwischen Bewohnerinnen und Bewohner mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, was sich teilweise in starken Vorbehalten äußert. Das negative Image der Peiner Südstadt wirkt zudem stigmatisierend.

Das Quartier ist seit 2003 Programmgebiet der Sozialen Stadt. Insgesamt gibt es viele Angebote unterschiedlicher Vereine und Initiativen, dennoch mangelt es an Rückzugs- und Erholungsflächen wie öffentlichen Freizeit- und Sportanlagen für Kinder und Jugendliche im Quartier.

Laufzeit

Januar 2018 bis Dezember 2021

Maßnahmen des JMD im Quartier

Im Quartier gibt es seit 17 Jahren sozialraumorientierte Arbeit durch das Südstadtbüro (Caritasverband). Die Zusammenarbeit zwischen dieser etablierten Einrichtung und dem JMD im Quartier funktioniert aufgrund der Verortung im gleichen Gebäude und des gemeinsamen Trägers problemlos. Ziel ist es, die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zu ermitteln und folgende Schwerpunktthemen zu behandeln:

  • Projekte für den sozialen Zusammenhalt im Quartier (Einbindung aller Bewohnergruppen, Austausch ermöglichen, Vorurteile abbauen)
  • Projekte zur Erhöhung der Zufriedenheit im Quartier als Lebensumfeld (Ausbau von Sport- und Freizeitangeboten, Verbesserung der Wohnsituationen)
  • Projekte zur Verbesserung der Identifikation (Verbesserung des Images et cetera)

Das Miteinander im Quartier soll durch Mikroprojekte des JMD im Quartier positiv gestaltet werden. Es sollen vorhandene Potenziale gestärkt werden und langfristig vermehrt Projekte unter tatsächlichem Einbezug oder durch Engagement der Bevölkerung entstehen.

Darüber hinaus ist ein Meilenstein die Entwicklung, Durchführung und Auswertung einer fachlich fundierten Bedarfsanalyse und Interessenabfrage der Zielgruppe mit Hilfe eines Fragebogens. Darauf aufbauend soll ein Entwicklungskonzept für die kommenden Projektjahre erarbeitet werden.

Ansprechpartner

Dominik Feer
Jugendmigrationsdienst Peine, Südstadtbüro
Pfingststraße 36
31226 Peine