„Jugendmigrationsdienst im Quartier”

Modellprogramm des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Im Rahmen der ressortübergreifenden Strategie „Soziale Stadt – Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier” fördern das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Modellprogramm „Jugendmigrationsdienst im Quartier” zur Stärkung von Jugendlichen in sozial benachteiligten Quartieren. Mit je einem Modellprojekt pro Bundesland werden 16 Standorte unterstützt, um das gemeinsame Miteinander von Jugendmigrationsdienst und Nachbarschaft zu stärken und das Wohnumfeld junger Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu verbessern. So sollen strukturelle Veränderungsprozesse angestoßen sowie Zugangsbarrieren zu sozialen Diensten und zu Angeboten im Quartier identifiziert und abgebaut werden.

Alle Standorte befinden sich bewusst in den aktuellen beziehungsweise ehemaligen Programmgebieten der „Sozialen Stadt”. Dies dient dem Ziel, das Miteinander in den Ortsteilen zu verbessern und die gegenseitige Akzeptanz der unterschiedlichen Menschen in den Wohnvierteln zu erhöhen. Es sollen lebendige Nachbarschaften befördert und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden.

Mit dem Modellprogramm „Jugendmigrationsdienste im Quartier” können junge Menschen in gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern das Quartier und das Zusammenleben mitgestalten – und verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung kennenlernen und ausprobieren. In Kooperation zwischen Jugendmigrationsdiensten, Quartiersentwicklung und weiteren Akteuren im Quartier werden Mikroprojekte mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern entwickelt und umgesetzt. 

Zu den Maßnahmen gehören zum Beispiel eine Fahrradwerkstatt mit einem Künstlerkollektiv, eine quartiersübergreifende Jugend-Konferenz oder Workshops zum interreligiösen Dialog mit verschiedenen Glaubensgemeinschaften im Quartier.

Das Modellprogramm „Jugendmigrationsdienste im Quartier” ist im Juli 2017 gestartet. Bis Dezember 2021 stellen das Bundesbauministerium und das Bundesjugendministerium knapp 7 Millionen Euro zur Verfügung.